Schulordnung

Liebe Eltern,

wir, das Kollegium und das Team der OGS, haben uns auf einer Fortbildung mit dem Titel Coolness-Training intensiv mit Fragen zum Verhalten unserer Schülerinnen und Schüler auseinandergesetzt.

 

 

 

Uns allen ist es wichtig, dass unsere Schüler die Chance haben, in der Schule störungsfrei zu lernen.

Hiermit machen wir deutlich, dass wir regelwidriges und respektloses Verhalten auf keinen Fall akzeptieren. Stattdessen möchten wir kooperatives Verhalten und den respektvollen Umgang miteinander einüben. Bei der Umsetzung dieser Ziele wollen wir auf das „Coolness-Training“ zurückgreifen.

Bei unserer Fortbildung im Mai mit Herrn Jürgen Berger haben wir uns intensiv mit dem Umgang mit Regelverstößen auseinandergesetzt und werden nun ab dem Schuljahr 2013/2014 einen Maßnahmenkatalog nutzen, an den sich alle Lehrpersonen und das Team der OGS halten werden.

Diese neuen Vorgehensweisen wollen wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen:

  • Die Stopp-Regel:
    Die Kinder lösen Konflikte untereinander selbständig mit der „Stopp-Regel“: Fühlt sich ein Kind durch ein anderes bedroht oder gestört, so sagt es laut und 
    deutlich, unterstützt durch ein Handzeichen: -Stopp, (Name), ich möchte das nicht! - und verlässt den Konfliktort. Sollte es dies dreimal zu einem Mitschüler sagen müssen, ohne dass dieser darauf reagiert, so darf es sich Hilfe bei den Lehrern oder Erziehern suchen. Dann folgen diese Konsequenzen:
     
  • Stufe 1: Das Kind muss bis zum Ende der Pause auf der roten Bank sitzen (am Ende der Pause kann die Strafe auf die nächste Pause ausgedehnt werden); die OGS legt die Zeiten individuell fest
     
  • Stufe 2: Bei weiterem störenden Verhalten sitzt das Kind in der nächsten Pause wieder auf der Strafbank, dies kann ggf. mehrmals hintereinander durchgeführt werden
     
  • Stufe 3: Bei mehrfachem oder besonders mutwilligem Verstoß wird das Kind zum Reinigungsdienst verpflichtet (in der nächsten Pause den Schulhof reinigen o.ä.)

    Die Stopp-Regel erlaubt es Schülern, ihre Grenzen selbst zu definieren und Konflikte selbstständig und ohne Gewalt zu lösen. 
    Das Erlernen der Stopp-Regel ist ein Prozess, der Zeit benötigt. Durch regelmäßige Reflektion und Übung in den Klassen wollen wir die Kinder auf diesem Weg unterstützen.

    Die Ampel:
    In allen Klassen hängt eine Ampel aus Pappe, jedes Kind hat eine Klammer mit seinem Namen darauf. Alle Kinder starten auf dem grünen Ampelfeld.
    Stört ein Kind den Unterricht oder hält es sich in der OGS nicht an die Regeln in den Gruppenräumen, wird es ermahnt. Stellt es dann das störende Verhalten nicht ein, wandert es auf das gelbe Feld. 
     
  • Gelb: Das Kind muss dann (in der Regel) für eine Schulstunde in der Nachbarklasse arbeiten. Die Zeit kann individuell erhöht werden. 
    In der OGS sitzt das Kind 45 min. auf der „Strafbank“.
    Stört das Kind danach noch einmal (in der Nachbarklasse oder später in der eigenen Klasse), wandert es auf „Rot“. 
     
  • Rot: Das bedeutet, das Kind muss eine Stunde nacharbeiten, entweder am selben oder an einem der nächsten Tage; darüber muss Ihr Kind Sie als Erziehungsberechtigten durch einen Anruf informieren. Sind Sie nicht erreichbar, wird eine Nachricht ins Mitteilungsheft geschrieben. Sie müssen dies gegenzeichnen (Unterschrift). 
    In der OGS setzt bei „Rot“ der Sozialdienst ein, auch hier werden Sie telefonisch vom Kind darüber in Kenntnis gesetzt.
    Wenn das Kind auf Stufe „Rot“ steht und wieder stört, kommt es auf „Doppelrot“.
     
  • Doppelrot: Sie als Erziehungsberechtigte/r werden unmittelbar angerufen, um ihr Kind abzuholen. Sie müssen immer telefonisch erreichbar sein.
     
  • Verweigert ein Kind sich, indem es auf die Aufforderungen der Lehrer oder Erzieher nicht reagiert, holen diese sich Unterstützung bei den Kollegen und im Anschluss bei der Rektorin. Sollte das Kind sich dann immer noch nicht einsichtig zeigen, werden wiederum Sie als Eltern angerufen, um das Kind abzuholen.

     
  • Wir sind uns bewusst, dass diese Maßnahmen drastisch klingen, sind jedoch der Ansicht, dass alle Kinder ein Recht auf störungsfreien Unterricht haben, und dass wir dies deutlich stärker als bisher in den Fokus nehmen müssen! Wir erhoffen uns von diesen Maßnahmen, dass die Unterrichtsstörungen nachlassen und die bestehenden Regeln wieder besser beachtet werden, so dass alle Kinder in einer entspannten Unterrichtsatmosphäre die Chance erhalten, gut in der Gruppe lernen zu können.



    Mit freundlichen Grüßen,

    das Kollegium und das Team der OGS der Grundschule Forellstraße.